Arlene's World of Lace

mco.jpg

...................


Die deutsche Übersetzung
von
Yarnissima's
Firestarter-Socken
gibt es hier:


firestarter-yarnissima.jpg
Die Datei wird mit
ausdrücklicher Erlaubnis
der Designerin
 Marjan Hammink
  zur Verfügung gestellt.


strickspiration.jpg

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MD

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Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich, wir seien gut.
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Thema: Stricktechniken

Wollmeise Sockclub - Strickanleitung

Ein kleiner Hinweis für die nicht englischsprechenden Strickerinnen zur Sockenanleitung "I mog Di" von Kris, welche in der ersten Lieferung des Wollmeise Sockclubs beiliegt:



Eine deutsche - genehmigte - Übersetzung des dort benötigten
"Magic Cast-on" findet ihr

hier.

Einen Bilderlehrgang für das Abnähen (anstelle von Abketten) von Sockenbündchen nach der Methode von Elizabeth Zimmermann
findet ihr
hier.






Just some  knitting techniques translated into german...

Arlene 05.09.2008, 20.10 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Judy Becker's Magic cast-on in Deutsch

The following posting is about the amazing "magic cast-on" of Judy Becker. I translated the instructions by the courtesy of Judy Becker. Dear Judy, thank's a lot for your permission :o)


Ich bin in letzter Zeit immer wieder über den "Magic Cast-on" von Judy Becker gestolpert. Die Dame hatte einen genialen Einfall für einen Maschenanschlag für Socken, die von der Zehenspitze aufwärts gestrickt werden.

Es handelt sich um eine Variante des Achteranschlages, bei welchem der Faden auf zwei Stricknadeln in Form einer "8" aufgeschlungen wird. Dabei sind aber trotzdem häufig zu lockere Maschen das Problem. Judy hat diesen Maschenanschlag perfektioniert und er wird immer häufiger in englischen Sockenanleitungen erwähnt.

Dieser Maschenanschlag ist ein echter Allrounder: er kann für jede Art von in Runden gearbeiteten Strickprojekten verwendet werden, sei es nun Taschenböden, Kissen, Tücher etc. Der Maschenanschlag kann sowohl mit Rundstricknadeln als auch einem Nadelspiel verwendet werden.

Aus diesem Grund habe ich bei Judy Becker angefragt und sie hat mir freundlicherweise die Übersetzung in die deutsche Sprache erlaubt.

Judy weist ausdrücklich darauf hin, daß auf diese Technik gerne in eigenen Sockenanleitungen verwiesen bzw. sie angewendet werden darf. Es ist jedoch nicht erlaubt, den Anleitungstext in eigenen Anleitungen (seien es freie oder kostenpflichtige) ganz oder teilweise abzudrucken oder gar diesen Anleitungtext zu verkaufen. Diese Technik soll ausschließlich kostenlos und frei zugänglich bleiben.


Hier also


Judy Becker's "magic cast-on", dem "magischen" Maschenanschlag...

Eine druckerfreundliche pdf-Datei findet ihr am Ende der Übersetzung.


Es gibt viele Vorteile, um Socken von der Zehenspitze aufwärts zu stricken. Die Socken können beispielsweise jederzeit anprobiert werden, um die Passform zu gewährleisten. Soweit man sich nicht sicher ist, ob man genügend Garn zur Verfügung hat, kann man beide Socken gleichzeitig stricken und aufhören, wenn das Garn zur Neige geht.


Es gibt verschiedene Wege die Maschen für eine Socke von der Spitze aus anzuschlagen: Achteranschlag, offener Maschenanschlag, Kreuzanschlag in Kombination mit Vernähen, etc. Für gewöhnlich verwendete ich den Achteranschlag, aber er hinterläßt lose Maschen, die nach ein paar Runden festgezogen werden müssen. Selbst mit viel Erfahrung musste ich normalerweise zwei oder drei Versuche starten. Obwohl der Achteranschlag an der Außenseite der Zehenspitze unsichtbar ist, hinterläßt er an der Innenseite einen offenen Zwischenraum entlang der linken Maschen der ersten Runde.


Ich dachte, dass die Welt eine bessere Methode braucht, eine menschlichere Methode, um den Maschenanschlag für Socken von der Zehenspitze aufwärts zu arbeiten. Deshalb habe ich Judy’s „Magic Cast-On“-Technik [zu deutsch: „magischer“ Maschenanschlag] entwickelt.


Es handelt sich um eine einfach zu erlernende, schnelle Methode, die wirklich am absoluten Ende der Zehenspitze beginnt und sofort funktioniert – und zwar immer. Dieser Maschenanschlag ist auf beiden Seiten der Socke unsichtbar und kann mit nahezu jeder Sockenanleitung verwendet werden.


Anmerkung: Diese Anleitung setzt voraus, dass man mit dem Sockenstricken von der Zehenspitze aufwärts [Anm. d. Übers.: häufig auch „Toe-up“ bezeichnet] etwas vertraut ist. Auf den Bildern zum „Magischen Maschenanschlag“ werden zwei Rundstricknadeln verwendet. Die Anleitung zum gleichzeitigen Stricken von zwei Socken sowie dem Maschenanschlag für ein Nadelspiel befindet sich am Ende dieses Textes.



bild1.jpg


1.
Eine Grundschlinge arbeiten und diese auf eine der beiden Nadeln geben. Diese Anfangsschlinge zählt als erste Masche.

2.
Die beiden Nadeln parallel zueinander halten. Die Nadel, an welcher die Grundschlinge befestigt wurde, zeigt nach oben. Diese Nadel wird künftig als Nadel #2 bezeichnet. Die andere Nadel wird Nadel #1 sein.

3.
Mit der anderen Hand wird das Garn gehalten. Das Fadenende wird dabei über den Zeigefinger geführt; der Arbeitsfaden (dh. der Faden, welcher zum Garnknäuel führt) wird über den Daumen geführt. Die Fadenhaltung erfolgt somit in umgekehrter Weise zum Kreuzanschlag.


bild5.jpg

4.

a. Nadel #1 wird nun über den Faden des Zeigefingers gelegt,

b. sodann wird der Faden um die Nadel herum- und wieder nach unten geführt, so dass sich um Nadel #1 eine Schlaufe bildet

c. Diese Schlaufe um die Nadel etwas festziehen, jedoch nicht zu fest.


Damit ist eine Masche auf Nadel #1 angeschlagen.


bild6.jpg


5.
Jetzt wird Nadel #2 über das Garnende des Daumens geführt. Das Garnende läuft nun um diese Nadel herum wird wieder nach unten geführt, so dass sich eine Schlaufe um Nadel #2 bildet. Diese Schlaufe sanft festziehen.

Damit ist eine Masche auf Nadel #2 angeschlagen.

Es befinden sich nun zwei Maschen auf Nadel #2 – die Masche, die soeben angeschlagen wurde und die Grundschlinge.

Der obere Faden wird immer um die Nadel #1 (= untere Nadel) herumgeführt; der untere Faden wird immer um Nadel #2 (=obere Nadel) herumgeführt. Zur Erinnerung: „oben“ wird unten herumgeführt; „unten“ wird oben herumgeführt.

6.
Schritt 4 wiederholen, um eine zweite Masche auf Nadel #1 anzuschlagen („unten“ wird oben herumgeführt).

7.
Schritt 5 wiederholen, um eine dritte Masche auf Nadel #2 anzuschlagen („oben“ wird unten herumgeführt).

8.
Schritte 4 und 5 fortlaufend abwechselnd zwischen Nadel #1 und Nadel #2 wiederholen bis die gewünschte Maschenanzahl angeschlagen wurde. Man endet mit Schritt 4. Es befindet sich die gleiche Maschenanzahl auf jeder der beiden Nadeln.


bild7.jpg


Das obige Bild zeigt insgesamt 20 Maschen bzw. wurden hier 10 Maschen auf jeder Nadel angeschlagen. Die Außenseite der Zehenspitze sieht aus wie zwei zueinander versetzte Maschenreihen. Dreht man die Nadeln auf die Rückseite um (die Innenseite der Socke) zeigt sich eine Reihe mit Maschenverbindungen, die wie links gestrickte Maschen zwischen zwei Nadeln aussehen.


Arbeit wieder auf die Vorderseite wenden und mit dem Stricken beginnen.




bild2.jpg


9.
Runde 1: Das Fadenende lose hängen lassen. Die Nadeln drehen, so dass sich die Nadel #1 oben befindet. Die Nadel #2 nach rechts ziehen, bis sich die Maschen auf dem Kabel befinden. Den Arbeitsfaden aufnehmen. Dabei vergewissern, dass sich das Garnende zwischen dem Arbeitsfaden und der Nadel befindet. Auf dem obigen Bild kann man sehen, wie das Fadenende unter dem Arbeitsfaden entlangläuft (violetter Pfeil).


Die Maschenreihe auf Nadel #1 rechts abstricken. Die erste Masche wird sich wahrscheinlich etwas lockern, während sie abgestrickt wird. Daher sanft am Fadenende ziehen, um die Masche wieder zu befestigen.


Es erscheint nun eine Maschenreihe zwischen den beiden Nadeln.



10.
Arbeit wenden. Der Arbeitsfaden befindet sich damit auf der rechten Seite und Nadel #2 liegt oben. Nadel #1 wird jetzt nach rechts gezogen, so dass nun die Maschen, welche soeben abgestrickt wurden, auf dem Kabel liegen. Sodann die Maschen der Nadel #2 rechts abstricken.

Achtung! Die angeschlagenen Maschen auf Nadel #2 sind verschränkt bzw. verdreht. Nur in der ersten Runde muss darauf geachtet werden, dass diese Maschen rechts verschränkt abgestrickt werden, um diese Maschenverdrehung wieder auszugleichen. Nach dieser Runde sind die Maschen wieder „normal“.


Damit ist eine Runde beendet und man befindet sich wieder an dem Punkt, an welchem begonnen wurde.


Anmerkung: Erscheinen die Maschen zwischen den Nadeln zu locker oder „schlampig“? Man sollte darauf achten, dass jede Maschenschlaufe beim Anschlagen bzw. Herumführen um die Nadel einzeln festgezogen wurde. Es sollte versucht werden, dass die Maschen der eigenen Maschenprobe entsprechen. Sollte man das Gefühl haben, dass die angeschlagenen Maschen zu fest sind, sollte man den Maschenanschlag mit einer größeren Nadelstärke versuchen.


Es gibt nun zwei Reihen zwischen den beiden Nadeln. Der absolute Mittelpunkt der Sockenspitze liegt genau zwischen diesen beiden Maschenreihen.


Es kann nun nach der jeder beliebigen Sockenanleitung vorgegangen werden. Die Zunahmen können nach den jeweiligen Angaben in einer Sockenanleitung gestrickt werden. Soweit die Anleitung eine abweichende Art von Sockenspitze angibt, gelten die nachfolgenden Anweisungen für eine typische Sockenspitze, welche am absoluten Ende (=Anfangskante der Zehenspitze) beginnt:

Runde 2: erste Nadel [1 M re, 1 M zunehmen, re M bis vor die letzte Masche am Ende der Nadel stricken, 1 M zunehmen, 1 M re], zur zweiten Nadel wechseln und Angaben in […] wiederholen.


Runde 3: re M auf beiden Nadeln stricken (keine Zunahmen).
[Edit: im Originaltext der Knitty heißt es "Abnahmen"; Rücksprache mit Judy ergab, dass es jedoch richtig "Zunahmen" lauten muss - danke, Tammina für den Hinweis!]


Diese beiden Runden fortlaufend wiederholen; in jeder 2. Runde werden dabei 4 Maschen zugenommen bis die gesamte erforderliche Maschenzahl erreicht wurde.


bild9.jpg


Das obige Bild zeigt 10 Runden mit 20 Maschen auf jeder Nadel (40 Maschen gesamt).



bild3.jpg


In obigem Bild wurde die Sockenspitze auseinander gedehnt und die Anfangskante für die Zehenspitze, an der die Maschen angeschlagen wurde, liegen genau in der Mitte. Das linke Bild zeigt die Außenseite der Socke und des rechts Bild die Innenseite.


Man kann erkennen, dass die Maschen an der Anfangskante fließend ohne irgendwelche Unterbrechnungen oder Saum übergehen. Der Maschenanschlag ist auf beiden Seiten unsichtbar.


Das Fadenende kann jederzeit abgeschnitten und vernäht werden, sobald mindestens eine Runde ohne Zunahmen gestrickt wurde. Ich lasse es meist hängen bis ich die Zunahmen für die Sockenspitze gearbeitet habe. Nachdem das Fadenende am Anfang der ersten Runde hängt, zeigt es praktischerweise, an welcher Seite der Socke eine neue Runde beginnt.


bild4.jpg


Um den “magischen” Maschenanschlag beim gleichzeitigen Stricken von zwei Socken zu verwenden, muss man sowohl das Fadenende als auch den Arbeitsfaden nach dem Anschlagen der Maschen für die erste Socke zunächst unbeachtet lassen. Diese Maschen werden auf den hinteren Teil der Nadel geschoben, um auf ihnen für den nächsten Maschensatz Platz zu schaffen. Man beginnt mit einem neuen Garnknäuel und schlägt mit den gleichen Nadeln die Maschen für eine weitere Socke an.


bild10.jpg



Nun Schritt 9 für die Socke Nr.1 arbeiten. Faden hängenlassen und den Faden für Socke Nr.2 aufnehmen. Schritt 9 für Socke Nr.2 wiederholen.


Nun Schritt 10 bei Socke Nr.2 durchführen. Faden hängenlassen und Faden für die Socke Nr.1 wieder aufnehmen. Schritt 10 bei Socke Nr.1 wiederholen. (Dabei nicht vergessen die Maschen nur in dieser Runde verschränkt anzustricken).


Nun die oben beschrieben nachfolgenden Schritte durchführen und immer darauf achten, dass man jede Socke mit dem Faden des dazugehörigen Garnknäuels strickt.


bild11.jpg


Bei Verwendung eines Nadelspiels erfolgt der Maschenschlag auf zwei Nadelpaaren.


Bei Schritt 9 wird 1/4 der Maschen auf einer Nadel gestrickt und für das andere 1/4 der Maschen wird die zweite Nadel verwendet. Die Maschen sind vermutlich fest und sehr schwierig zu stricken. Das gibt sich aber nach der ersten Runde.


bild12.jpg


Nun Schritt 10 durchführen und 1/4 der Maschen auf der dritten Nadeln und das restliche 1/4 der Maschen auf der vierten Nadel stricken (Dabei nicht vergessen die Maschen nur in dieser Runde verschränkt anzustricken).


In den nachfolgenden Runden erfolgen die Zunahmen 1 Masche nach Beginn der Nadel Nr.1 und Nr.3 und eine 1 Masche vor dem Ende der Nadel Nr. 2 und Nr.4.


Kann man denn diese Technik auch für andere Dinge als Socken anwenden?


Allerdings! Diese Technik kann für fast jede Anleitung verwendet werden, die einen Maschenanschlag erfordert, der in einem kleinen geschlossenen Kreis verläuft.

Beispiele:
Für einen von innen nach außen verlaufenden Kreis werden insgesamt 5 Maschen angeschlagen. 3 Maschen auf der unteren Nadel und 2 Maschen auf der oberen Nadel. Eine Runde stricken und in Runde 2 können die standardmäßigen Zunahmen erfolgen.


Für den Boden einer länglichen Tasche oder eines Beutels werden ausreichend Maschen angeschlagen (im Verhältnis zur Länge abzüglich Breite – z.B. die Tasche wird ca. 25 cm lang und ca. 8 cm breit, so wird eine Maschenzahl für eine Länge von ca. 17 cm angeschlagen). Runde 1 stricken und sodann 4 Maschen in jeder Runde zunehmen bis der Boden der Tasche die richtige Größe hat.


Und falls irgendwer fragt, wie Du diesen wunderbaren, unsichtbaren Maschenanschlag vollbracht hast, kannst Du sagen: „Das ist Magie!“


Über die Autorin: Judy Becker strickt und bloggt in der Nähe von Portland, Oregon (USA). Sie lebt dort mit ihrem Sohn, einer großen Mengen an Sockengarn und drei garnverrückten Katzen.

Die deutsche Übersetzung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

Hier geht es zur druckerfreundlichen

PDF-Datei




bild8.jpg

Arlene 23.08.2008, 21.47 | (13/3) Kommentare (RSS) | TB | PL

Surrogate for blocking wires / Ersatzmaterial für Spanndraht

Please scroll down to get the english meaning of my posting.

Dieses Haarband ist schon ewig fertig und ich habe es nie wirklich anständig gespannt. Nachdem ich nun aber über entsprechendes Spannmaterial verfüge, habe ich das heute endlich ausprobiert.

Ich hatte mir ja neulich aus dem
Drachenbauladen Fiberglasstäbe und Kohlefaserstäbe mit einem Durchmesser von 1,5 mm besorgt.

Dabei fällt auf, daß die Fiberglasstäbe (hell) widerspenstiger als die Kohlefaserstäbe (schwarz)  sind. Das Ende des deutlich biegsameren Fiberglases ist an den Enden etwas faserig und kleine nasse Maschen sind entsprechend schwieriger aufzufädeln; die Stäbe haben insgesamt eine etwas unregelmäßigere Oberfläche.  Die kleinen Fasern an den Enden lassen sich jedoch mit Sicherheit mit etwas klarem Nagellack glätten.

Die wesentlich stabilere und damit nicht ganz so biegsame Kohlefaser hat dagegen eine ganz glatte Oberfläche (fast wie Kunststoff) und die Enden sind deutlich einfacher in die Maschen einzuführen.

Der Preisunterschied ist jedoch heftig und rechtfertigt vermutlich nicht den Griff zum Luxus-Spannmaterial. Ein Kohlefaserstab mit 1,5 m Länge kostet 3,80 EUR! Fiberglas ist mit einer Länge von 1,60 EUR pro Stück und einer Länge von 2 m dagegen deutlich günstiger.

Schweißstäbe - habe ich mir von
Ingrid sagen lassen- sind die absolut preisgünstigste Variante: 10 Stück mit 1 m Länge und 1,6 mm Durchmesser kosten ca. 3,20 EUR.  Mir persönlich ist aber eine gewisse Flexibilität wichtig, da ich auch gerne mal ein rundes Tuch stricke. 



spann1.jpg

Erst einmal die Stäbe möglichst gleichmäßig mit den Randmaschen auffädeln. Zuerst habe ich den Kohlefaserstab verwendet...spann2.jpg


...danach den Fiberglasstab
spann3.jpg

Im großen und ganzen überhaupt kein Unterschied:
spann4.jpg


Die Stäbe müssen jetzt nur noch mit ein paar Stecknadeln fixiert werden. Man kann das Muster außerordentlich stark spannen, erhält gerade Linien (wenn man sich denn auch mal die Mühe macht und nachmisst und nicht wie ich Pi x Daumen arbeitet) und das Muster wirklich sehr gleichmäßig ausrichten. Mit Stecknadeln alleine ist das ein echtes Drama.



spann6.jpg

Ist der Farbverlauf nicht gigantisch?spann5.jpg


Ich finde, das Muster passt hervorragend zu mehrfarbigem Garn, insbesondere Wollmeise-Färbungen.

Fazit: Wann immer es mir die Form eines Tuches ermöglichen wird,  sind diese Stäbe zukünftig definitiv meine erste Wahl für das Spannen. Hat man die Maschen erst einmal auf die Stäbe gefädelt, geht alles sehr schnell. Ich kann die Anschaffung wirklich nur empfehlen. Die teuerste Variante muss es allerdings bestimmt nicht sein. 

Die freie Anleitung für das Haarband gibt es  in absehbarer Zeit.


The photos above are a short report how to use a surrogate for blocking wires, which in Germany are quite difficult to find. I used fiberglass rods (the withe one) and carbonfiber (the black one), which are needed for constructing kites. Both items work very well, but the carbonfiber is more expensive than the fiberglass. The cheapest surrogate will be welding rods, but I haven't found some and I didn't want to buy from e*y.

The pattern shows a hairband knitted with wollmeise sockyarn. I think the pattern stitch works very well for variegated yarn and a lace pattern.

The pattern for the hairband will be available soon as a free pattern.






Arlene 13.07.2008, 17.00 | (9/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Verzopfen ohne Zopfnadel

Ich glaube, ich bin langsam wirklich im Wahn. Soeben erreicht mich per Kontaktformular der Hinweis auf einen deutschsprachigen Bilderkurs zum Thema "Verzopfen ohne Zopfnadel" von einer netten Dame namens Ingrid.

Auf diesen Bilderkurs hat mich bereits vor kurzem schon
Andrea per Kommentar aufmerksam gemacht. Bislang habe ich es aber schlichtweg verschlafen bei der Erfinderin des Bilderkurses nachzufragen, ob es in Ordnung wäre, wenn ich dorthin verlinke. Ohne ausdrückliche Erlaubnis wollte ich nicht so einfach dorthin verlinken, weil ich diese Art von Verzopfungstechnik ausgerechnet für das Tuch in meiner Kaufanleitung empfehle (ich habe bislang daher nur auf eine kommerzielle Seite verwiesen (YouTube bzw. knittinghelp.com). Ich möchte mir nicht bewusst die (kostenlose) Arbeit eines anderen für eigene kommerzielle Zwecke zu Nutze machen. Ist vielleicht ein wenig Erbsenzählerei, aber so sehe ich es eben.

Deswegen bin jetzt auch endlich sofort zum Strickblog der
Erfinderin dieses Bilderkurses losgesprescht und habe dort lang und breit angefragt, ob ich verlinken darf.  Irgendwie kam mir schon seltsam vor, daß diese Damen (also diejenige, die mich anschrieb und diejenige, die ich jetzt anschrieb) alle beide Ingrid hießen.

Es kam was kommen musste: Ingrid hatte mich natürlich selbst angeschrieben und auf ihren eigenen Bilderkurs verwiesen *kopfpatsch*. Ich habe es sofort gemerkt, nachdem ich die Anfrage abgeschickt habe. Ja, guten Morgen auch. Schön, daß "wir" heute wieder ganz besonders konzentriert Mails lesen *grmpf*

Liebe Ingrid, Du bekommst vermutlich gleich einen Lachanfall, wenn Du meine Anfrage liest. Ich hatte eine Antwort und musste offenbar noch dringend eine Frage dazu formulieren ;)  Sieh mir bitte meine Verwirrtheit nach. Ich bin nicht immer so. Oder besser immer öfter ;)

Nun also offiziell der Hinweis auf Ingrid's Bilderkurs "Zöpfe stricken ohne Hilfsnadel". Ingrid strickt wunderbare Socken und es sind in ihrem wirklich sehenswerten Blog auch Anleitungen dazu zu finden. Herzlichen Dank dafür!



Just a few words about a german blogger who has made an excellent german instruction for cabling without a cable needle. She is also a sock designer and you will find there english patterns as well.  Thanks a lot, Ingrid.

Arlene 21.06.2008, 22.44 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Spannmaterial / Blocking wire

Ha! Gestern bin ich in einen Drachenbau-Laden gewetzt und habe mich nach Fiberglasstäben erkundigt. Kristin hat dieses Material zum Spannen eines Lacetuches verwendet und von ihr habe ich daher die Idee.


Zum einen habe ich mir nun also einige Fiberglasstäbe (die hellen) gekauft. Sie haben einen Durchmesser von 1,6 mm, der mir am geeignetsten schien. Sie haben eine Länge von 2 m. Sie sind äußerst biegsam und sollten daher bei Rundungen gut funktionieren. Pro Stück habe 1,60 EUR bezahlt.

Zum anderen habe ich mir Kohlefaserstäbe (doe schwarzen) mit einer Länge von 1 m gekauft. Sie haben einen Durchmesser von 1,5 mm. Sie sind zwar ebenfalls biegsam und damit nicht so starr wie ein Schweißdraht, aber deutlich stabiler als die Fiberglasstäbe. Der Preis beträgt 3,80 EUR pro Stück.

Nun steht nur noch der Praxistest an. Ich bin aber guter Dinge, daß mein Plan funktionieren wird.



drachen.jpg



I tried to find a surrogate for blocking wire, which is quite unavailable in germany. I thought about welding rods, but also heard from

Kristin about fiberglass rods, which are needed for constructing kites. So I went to a shop, where I can get stuff for kites. I got some rods made of fiberglass (the white ones) and carbonfiber (the black ones). Both are very flexible, but the carbonfiber seems to be more solid. The material is much more cheaper than the traditional blocking wires. And now I will test if it will work, but I am quite confident.

Arlene 14.06.2008, 11.43 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Single-Joins im Victorian Lace Today

Im Victorian Lace Today KAL ist die Frage aufgetreten, was denn um Himmels willen Single-Joins, Double-Joins und Triple-Joins wären. Ich habe deshalb versucht anhand der Beschreibung und der Bilddarstellung auf Seite 174 diese Technik zu erklären.  Im Grunde beschreibt es lediglich, wie eine Umrandung/Bordüre (Edging) an das Mittelstück angestrickt werden soll.

Gleich vorweg: mein Englisch ist brauchbar, aber ..naja... auf keinen Fall fehlerfrei - also keine Gewähr, daß ich hier keinen Unsinn erzähle oder etwas falsch verstanden habe. Ich werde jedoch trotzdem mal einen Übersetzungsversuch in eigenen Worten zum Besten geben. Schaut Euch am besten dazu das Bild S. 174 an.

Also:
Joins sind die Verbindungsmaschen der Umrandung/Edging mit dem Mittelstück; um eine passende Umrandung zu schaffen, benötigt man drei Arten von Verbindungsmaschen: Einzel-, Doppel- und Dreifachverbindungen.

Single-Join
Eine (Rand-)Masche der Umrandung wird mit einer (Rand-)Masche des Mittelstücks rechts verschränkt zusammengestrickt.

Beispiel anhand des Strickstücks Nr.1 auf S.174: man strickt Reihe 1 nach "außen" (also vom Mittelstück weg); danach kommt die Rückreihe, also Reihe 2, die letzte Masche (also die Randmasche der Umrandung) wird nun mit der Randmasche des Mittelstücks rechts verschränkt zusammengestrickt. Das Umrandungsstück jetzt wenden , ganz normal lt. Strickschrift wieder nach "außen" stricken und bei der Rückreihe wiederum die letzte (Rand-)Masche mit der Randmasche des Mittelstücks rechts verschränkt zusammenstricken.

Das Bild zeigt anhand der schwarzen Verbindungsstriche genau, daß jede 2. Reihe der Umrandung mit jeder (!) Reihe des Mittelstücks verbunden wird. Die Randmaschen werden beim Mittelstück offenbar so gestrickt, daß sich eine Randmasche über zwei Reihen zieht - deshalb wird jede Randmasche im Mittelstück und nur jede 2.Reihe in der Umrandung zusammengestrickt. Ist es verständlich, was ich meine? Da nur eine Masche mit einer Masche verbunden wird, nennt man das offenbar Single-Join.

Double Join
Im Grunde ist es wie oben: ich halte mich wieder an das Bild (diesmal die blauen Verbindungslinien bei Nr.1). Man strickt die Reihe 7 der Umrandung nach "außen", wenden und Rückreihe Nr. 8 stricken; die Randmasche wird rechts verschränkt mit der nächsten "freien" Randmasche des Mittelstücks zusammengestrickt. Wieder Umrandung wenden, Reihe 9 stricken, wenden, Reihe 10 stricken und diese Randmasche wird dann erneut in die selbe (!) Randmasche des Mittelstücks gestrickt wie bei Reihe 8.
Reihe 11 wieder nach "außen" stricken, wenden Reihe 12 stricken und deren Randmasche jetzt aber mit der nächsten freien Randmasche des Mittelstücks rechts zusammenstricken. Double-Join also deshalb, weil man zwei Randmaschen (aus 4 Reihen) nacheinander mit ein und derselben Randmasche des Mittelstücks verbindet.

Triple Join
Man ahnt es schon, das ist der gleiche "Spaß" nur in der Dreifach-Variante, also 3 Randmaschen (aus 6 Reihen) werden nacheinander mit ein und derselben Randmasche des Mittelstücks verbunden.

Im Buch wird noch der Rat gegeben, daß im Falle des sich Verzählens (was mir mit Sicherheit passieren würde) einfach ein bißchen improvisiert werden soll: man soll die Zweifachverbindungen ggf. durch eine Einfachverbindung bzw. die Dreifachverbindung notfalls mit einer Doppelverbindung ausgleichen, damit der Mustersatz am Ende wieder passt.

Auf dem Bild S.174 ist in rot Corner A bezeichnet: diese gibt zB an, daß man 3 Einzelverbindungen, 2 Doppelverbindungen stricken soll (= Mustersatz Nr. 1)

Ich hoffe, diese Erklärung hilft etwas weiter.

Arlene 21.01.2007, 14.32 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Arlene's World of Lace

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